Ferienlager 2018 – Pipholymp

Dieses Jahr hatten wir mal wieder ein vollgepacktes Programm 🙂 Abendshows, Fang- und Laufspiele, Ballspiele, Partys und vieles mehr... Was wir genau gemacht haben, könnt ihr hier lesen und anschauen.

Mehr Bilder gibt es mit einen Klick auf das Titelbild des jeweiligen Tages. Viel Spaß beim durchstöbern!

Freitag, 24. August 2018

Das Ferienlager 2018 geht heute zu ende. Dieser Umstand löst in den Köpfen der Leiter und Teilnehmer ein mittelgroßes GefĂŒhlschaos aus: Da ist vor allem Melancholie darĂŒber, dass sich eine schöne Zeit dem Ende neigt, etwas Abschiedsschmerz, aber auch Freude auf Zuhause, gepaart mit dem ĂŒbrigen Aufbruchsstress.

Der ist bei den Leitern besonders groß, immerhin gilt es die gesamte Halle besenrein zu ĂŒbergeben und mehrere Tonnen GepĂ€ck, Material und einen Haufen Kinder wieder unversehrt nach MĂŒnster zu schaffen. Nach dem wir heute zum letzten Mal in diesem Jahr ein verschlafenes „segne Vater diese Gaben“ vor dem FrĂŒhstĂŒck erklingen ließen, und alle zum letzen Mal gemeinsam im Speisesaal gegessen hatten, wurde deshalb nicht lange gefackelt. Sobald alle Kinder ihre sieben Sachen gepackt hatten ging es mit minimaler Leiter-Besetzung auf den Sportplatz. Das ist ebenso Tradition wie nĂŒtzlich, denn so können alle in der Halle verbliebenen Leiter in Ruhe rĂ€umen. Die geparkten Kinder können die kurze Zeit auf dem Platz mit den gĂ€ngigen Ballspielen totschlagen, ihre Lager-Shirts signieren lassen oder auf den dafĂŒr ausgelegten Plakaten Kritik, Lob, Zitate und GrĂŒĂŸe fĂŒr die Lagerzeitung hinterlassen. Da der Bus schon um 12:00 Uhr kommen soll geht es aber auch bald wieder hinab in Richtung Dorf, die letzte Gelegenheit in diesem Jahr nochmal „ein Hund kam in die KĂŒche“ anzustimmen.
Der Plan war in der Theorie einfach: Kinder vor der Halle sammeln, 0,5 Liter Wasser an jeden verteilen, HandgepĂ€ck aushĂ€ndigen, Kinder mit Milchbrötchen ruhig stellen, auf den Bus warten, Kinder plus die HĂ€lfte der Leiter in den Bus und Abfahrt. Aber wie das so ist: In der Praxis sieht immer alles anders aus. Wir kommen mit den Kinder im Schlepptau vor der Halle an, wo Verkehrschaos herrscht: Ausgerechnet zu der Zeit, zu der wir abfahren wollen, kommt grade das Ferienlager der örtlichen Jugendgruppe wieder an, inklusive ganz großem Bahnhof. Stressig, aber handelbar. Doch es kommt besser. Ein etwa sprinter-großer Bulli mit AnhĂ€nger kreuzt auf dem Platz vor der Halle auf, Aufschrift: Elpers. Das ist das Verkehrsunternehmen, das uns nach Hause bringen soll. Mit diesem Auto? Das GefĂ€hrt bietet höchstens acht Personen Platz. Der Puls aller Leiter beschleunigt sich. War da bei der Buchung was schiefgelaufen? HĂ€ngen wir jetzt mit den Kindern mitten im Sauerland fest? Recht schnell stellt sich heraus: Alles gut, es kommt noch ein zweiter, deutlich grĂ¶ĂŸerer Bus, in den aber nicht alle hineingepasst hĂ€tten. Eine kleine Gruppe von Kindern, die sich das Lager ĂŒber gut benommen haben, darf mit einem Leiter, Kochmutti Barbara und dem Sprinter schon mal los. Der Rest wird in den Reisebus gesetzt, der zwar wie ein normaler Linienbus aussieht (und auch so schnell fĂ€hrt) aber Anschnallgurte besitzt.
Letztendlich kommen dann alle gut in MĂŒnster an. Die RĂŒckfahrt ist nach den kleinen Startschwierigkeiten wie immer ruhig, knapp zwei Wochen Ferienlager gehen an keinem Kind spurlos vorĂŒber. Auf dem Kirchplatz dann das mehr oder weniger lange ersehnte Wiedersehen mit den Eltern. Am Abend kommt das GepĂ€ck mit dem Material-LKW, der vom Leiter-Nachtrupp in Ostwig eingeladen wurde. Und so kommen schon ein paar Stunden nach der Ankunft in MĂŒnster schon wieder alle zusammen, diesmal um Taschen und Koffer nach Hause zu bringen. Doch keine Sorge, wir sehen uns nochmal in gemĂŒtlicherer AtmosphĂ€re wieder: Beim großen Lagernachtreffen, bei dem wir den Lagerfilm zeigen werden und gemeinsam in Erinnerung schwelgen können. Eine Einladung wird demnĂ€chst per Post eintrudeln.

Am Ende dieses Tages, am Ende dieses Lagers weicht dann das GefĂŒhlschaos aus Melancholie, Abschiedsschmerz, Stress und Freude auf Zuhause langsam einem neuen GefĂŒhl, das sich in den Köpfen der Leiter –und hoffentlich vieler Kinder- einstellt: Vorfreude auf das nĂ€chste Jahr.

Donnerstag, 23. August 2018

Heute begann unser letzter richtiger Tag in Ostwig.
WĂ€hrend die Kinder die Zeit genossen haben, waren die Leiter schon im Packstress.
Aber wie es so schön heisst: “The show must go on” oder in unserem Fall: Zeit fĂŒrs Siedlerspiel.
Jeder dem das Brettspiel bekannt ist, kann sich ungefĂ€hr etwas darunter vorstellen. FĂŒr alle anderen eine knappe ErlĂ€uterung: Die Kinder wurden in vier Gruppen aufgeteilt, mit jeweils einem Heimatrohstoff wie Erz oder Wolle. Durch tauschen, handeln oder Minispiele kann man andere Rohstoffe erwerben und somit sich verschiedene Dinge bauen, wie eine Siedlung oder gegen Ende sogar ein Olympiastadion. Ziel war es sein Dorf so weit wie möglich auszustatten.
Nachdem wie wild Stadien, Siedlungen und Statuen gebaut wurden, war es schon wieder Zeit fĂŒrs Mittagessen.
Zum GlĂŒck hatten wir an diesem Tag super Wetter und was wĂ€re ein Lager im Sommer, bei schönstem Wetter, ohne eine ordentliche AbkĂŒhlung? Die Kinder konnten bei verschiedensten Stationen ihre Geschicklichkeit mehr oder weniger beweisen. Diese Stationen standen unter dem Motto “Wasserspiele”.
Zum Abschluss gab es noch ein Gruppenfoto mit Überraschung.
Es entpuppte sich jedoch als eine feucht fröhliche Angelegenheit, denn die lieben Leiter fĂŒhrten schweres Geschoss auf. Wasserpistolen in allen GrĂ¶ĂŸen, Wasserbomben und Eimer voll Wasser kamen zum Einsatz. Nicht mal von oben wurden die Kinder verschont, denn selbst auf dem Vordach versteckten sich Leiter mit eimerweise Wasserbomben.
Am Ende des Tages war es dann noch Zeit fĂŒr den bunten Abend, bei dem viele Kinder ihre Talente zeigten. Von Gesang, ĂŒber Schminken bis hin zur “Nicht-lachen-Challenge” war alles dabei und weil das nicht schon genug war, gab es noch eine Party hinten dran. Highlight des Abends und ein wunderbarer Abschluss war das Feuerwerk, welches wir extra organisiert haben. Ein krönender Abschluss fĂŒr dieses wundervolle Lager!

Mittwoch, 22. August 2018

Heute morgen schnappen sich dann alle Kinder ein letztes Mal ihre HandtĂŒcher und Badeklamotten. Genau wie letztes Mal fahren wir in zwei GrĂŒppchen zum Schwimmbad um uns dort in den beiden Becken, auf dem Volleyballfeld und auf der Rutsche auszutoben. In der Mittagspause gibt es dann fĂŒr alle wieder die obligatorische Freibad-Pommes.
Wie wir schon beim letzten Schwimmbadbesuch feststellen durften, zerrt schwimmen ganz schön an den Kraftreserven. Die Stille auf der RĂŒckfahrt ĂŒberrascht daher niemanden besonders.
In der Halle angekommen bieten wir "Betreutes Wohnen" an. Die Kinder dĂŒrfen im Prinzip das machen, worauf sie Lust haben (unter Aufsicht der Leiter, versteht sich). Doch bevor wir starten, sollen alle einmal ihre Koffer so weit wie möglich packen und nur noch die Kleidung fĂŒr die nĂ€chsten Tage rauslegen, damit wir am nĂ€chsten Morgen zeitig mit dem Abbau der SchlafsÀÀle starten können.
Schließlich nutzen viele Kinder das Betreute Wohnen produktiv, um zu proben, denn an unserem letzten Abend steht der sogenannte "Bunte Abend" an, an dem die Kinder ein paar ihrer Talente oder Show-Ideen auf die BĂŒhne bringen dĂŒrfen. Wir Leiter können von dem Programm der Kinder zwar schon ein paar Kostproben erahnen, doch das meiste bleibt auch fĂŒr uns eine Überraschung. WĂ€hrend manche noch proben, finden andere sich zu einer Runde des Gesellschaftspiels "Werwölfe" hinter der Halle zusammen. Wir wollen es nicht wahrhaben, doch tatsĂ€chlich ist bereits die letzte Nacht in unseren bestehenden SchlafsÀÀlen angebrochen, denn die letzte Nacht werden alle gemeinsam in der Halle verbringen.

Dienstag, 21. August 2018

Um den strapaziösen Tagesausflug etwas besser verkraften zu können durften die Kinder und Leiter heute eine halbe Stunde lÀnger schlafen, was sie dann auch getan haben. Und manch einer hÀtte auch noch ein paar Minuten mehr gebrauchen können.
Nach einem auffallend ruhigen FrĂŒhstĂŒck starteten wir mit Stratego in den Tag. Die Spielweise Ă€hnelt der des bekannten Strategie-Brettspiels: Die Mitglieder von zwei großen Mannschaften (Team Rot und Blau) werden in militĂ€rische RĂ€nge eingeteilt. Je höher der Rang, desto grĂ¶ĂŸer die Schlagkraft. Niedrige RĂ€nge haben dafĂŒr mehr Leben. Und dann werden mehrere Runde gespielt, rund um die Halle, was sehr laufintensiv ist, und außerdem sorgt die strahlende Sonne fĂŒr die höchsten Temperaturen seit Tagen. Das Endresultat sind ziemlich gare Kinder, die nur durch ein vernĂŒnftiges Mittagessen wieder auf die richtige Bahn gebracht werden können. Und das MenĂŒ ist heute dafĂŒr wie gemacht: FischstĂ€bchen mit KartoffelpĂŒree und Spinat. FĂŒr Außenstehende mag es seltsam erscheinen, aber alle Kinder nehmen sich sogar vom Spinat mehrmals nach. Als Nachtisch wird jedem ein Kratzeis serviert, das uns Pfarrer Mensinck ausgetan hat (vielen Dank :).
Nach dem Mittagessen werfen sich die Kinder in lange Hosen und ihr festestes Schuhwerk, denn es geht in den Wald: Das HĂŒttenspiel steht auf dem Programm. Dabei sollen die Kinder in kleinen Gruppen das zeigen, was Sie vielleicht schon lange nicht mehr gemacht haben: Im Wald aus Ästen und allem was die Natur sonst noch hergibt eine HĂŒtte bauen, die die ganze Gruppe beherbergen kann. Wie sich herausstellt sind die mĂŒnsteraner Stadtkinder garnichmal so schlecht darin. Nur mit Hilfe einiger Tarnnetze, einer handvoll Seile und eines Leiters werden innerhalb weniger Stunden wahre Wald-PalĂ€ste errichtet.
Nach Meinung einiger Teilnehmer ist eine Dusche lĂ€ngst ĂŒberfĂ€llig. Um abendliche Krawalle in den SchlafsĂ€len zu vermeiden, geben wir nach. Danach wird dann zu Abend gegessen.
Abendprogramm ist die Samstagabend-Show „Beginner gegen Gewinner“, bekannt aus dem privaten Fernsehen, von uns neu interpretiert. Grundidee des Ganzen:  In einer Disziplin (wie etwa Tischtennis, Dart, Kicker, Seilspringen
) tritt ein Profi (Gewinner) gegen einen Kandidaten aus dem Publikum (Beginner) an. Damit das Match nicht von vorneherein entschieden ist, spielen die Gewinner mit einem Handicap, das der Beginner wĂ€hlen darf. Die Show wurde aufgepeppt von StargĂ€sten: Die Lochis, Dner (mĂŒssen Erwachsene nicht kennen) und nicht zuletzt Starmoderator Joko Winterscheidt gaben sich die Ehre. Die schicken Showgirls rundeten das Ganze ab.
Nach diesem anstrengenden Tag gingen die Kinder dann recht protestlos ins Bett, denn morgen ist Schwimmen angesagt, und jedes Lagerkind weiß, dass dann alle Kraftreserven gebraucht werden.

Montag, 20. August 2018

Heute stand der zweite Tagesausflug an. Die Begeisterung war natĂŒrlich wieder groß und nach VerkĂŒndung des Ziels noch grĂ¶ĂŸer.
FĂŒr unsere mutigen Abenteuer ging es nach Fort Fun. Einem Freizeitpark, der dieses Mal nur 15 Minuten von unserer SchĂŒtzenhalle entfernt liegt.
Dort angekommen haben wir es uns erstmal richtig gemĂŒtlich gemacht, um dann in Gruppen von mindestens drei Personen auszuschwĂ€rmen.
Bei der Anzahl der FahrgeschÀfte kam am Ende hoffentlich jeder auf seine Kosten.
Trotz des mĂ€ĂŸig gutem Wetter, gab es tatsĂ€chlich mehrere andere Ferienlager, die am selben Tag da waren und so hat es auch nicht lange gedauert, bis die ersten Schlachtrufe kamen wie: “Andere Lager sind Versager” oder bei den orange gekleideten Kindern: “Orange trĂ€gt nur die MĂŒllabfuhr”.
Bevor sie sich jetzt aber Sorgen machen: NatĂŒrlich alles in einem gesitteten Rahmen.
Im Anschluss ging es wieder zurĂŒck zur Halle und nach dem tĂ€glichen Abendbrot hieß es dann noch einmal “Film ab”.
Wie es sich fĂŒr den Pipholymp gehört schauten wir “Disney Hercules”. Nachdem der Olymp gerettet war, war es dann auch schon Zeit fĂŒrs Land der TrĂ€ume und ein weiterer aufregender Tag hat sich dem Ende geneigt.

Sonntag, 19. August 2018

Wie wir den Kindern bereits am Abend angekĂŒndigt haben, wird heute ausgeschlafen. Das ist nach dem gestrigen Abend auch bitter nötig, denn auch die partywĂŒtigsten Kinder brauchen mal ihren Schlaf. Von halb Zehn bis um halb Elf haben die Kinder die Möglichkeit sich bei unserem jĂ€hrlichen Brunch die BĂ€uche voll zu schlagen. Dieses Jahr können auch die Leiter etwas lĂ€nger schlafen, da unser Besuch netterweise alles vorbereitet. Es gibt verschiedene Sorten MĂŒsli, KĂ€se, Wurst und sogar Speck und RĂŒhrei. So ein dekadentes FrĂŒhstĂŒck wird sich in den nĂ€chsten 5 Tagen nicht mehr wiederholen, weshalb wir alle ordentlich zulangen.
Im Anschluss an unseren Brunch gibt es eine weitere Tradition: Die Postkartenaktion. Wie jedes Jahr hatten Sie die Möglichkeit bei uns Postkarten vorzubestellen, die die Kinder heute bemalen und beschriften. Diese schicken wir Ihnen dann aus dem Ferienlager zu. Dadurch können sowohl die Kinder sich kreativ ausleben, als auch Ihnen zu Hause eine Freude machen. Im Anschluss daran gibt es Döner fĂŒr alle, denn die regelmĂ€ĂŸigen „Keko“-GĂ€nger (Bei Keko ist ein Dönerladen direkt um die Ecke des Pfarrheims) unter uns mĂŒssen natĂŒrlich auch auf ihre Kosten kommen.
Als nĂ€chstes steht dann einer der grĂ¶ĂŸten Programmpunkte im Ferienlager an. Das Fantasyspiel. Dieses Jahr natĂŒrlich passend zu unserem Motto „Pipholymp“


 Es war einmal im alten Olymp, 2018 vor Christus. Die Götter sind erbost, denn der Gott der Unterwelt, Hades, versucht die Macht an sich zu reißen. Doch Poseidon und Zeus schaffen es nicht, sich einig zu werden und ihn aufzuhalten. Die Welt steht in Flammen. Doch es finden sich ein paar eifrige Kinder, die bereit sind, das Schicksal des Olymps in ihre HĂ€nde zu nehmen und Hades aufzuhalten. Dabei mĂŒssen sie jedoch zunĂ€chst einen Zyklopen ĂŒberreden, ihnen zu helfen und Medusa entsteinern, die in einen Spiegel geschaut hat. Auch zwischen Hera und Aphrodite herrschen leichte EifersĂŒchteleien, die die Kinder schlichten mĂŒssen. Nach einer langen Reise schafft es eine Gruppe, Hades mithilfe von Zeus‘ Herrscherblitz und Poseidons Dreizack zu besiegen. Auch die Begleiter von Hades stellen kein Problem mehr dar, denn Hypnos‘ und Tanatos‘ KrĂ€fte können mithilfe von Medusas Spiegel reflektiert werden.
Nun ist es an der Zeit den grĂ¶ĂŸten Teil unseres Besuches zu verabschieden. Doch unser Pastor Mensinck bleibt noch fĂŒr eine Nacht, um heute Abend einen kleinen Wortgottesdienst mit allen durchzufĂŒhren, der vor allem diese Botschaft vermitteln soll: Kennt eure StĂ€rken und steht zu ihnen, denn etwas Selbstlob im gesunden Umfang kann manchmal nicht schaden. Wir runden den Abend mit etwas Gitarrenmusik und Gesang ab. Abschließend können die Kinder ihren Fingerabdruck mit etwas Farbe auf einer Kerze verewigen. Heute gehen die Kinder wieder etwas frĂŒher ins Bett, denn das Fantasyspiel hat ihnen ziemlich zu schaffen gemacht. Außerdem steht morgen unser großer Tagesausflug an.

Samstag, 18. August 2018: Casino Royal
Halbzeit! Das macht sich bemerkbar: Die Kinder sind morgens immer schwerer aus dem Bett zu bekommen, dafĂŒr ist es beim FrĂŒhstĂŒck deutlich ruhiger geworden. Die ersten Tage, an denen fĂŒr die Kinder alles neu, aufregend und deshalb umso anstrengender ist, haben die meisten Kinder ganz schön geschlaucht.
Am Vormittag bleiben wir deshalb in der NĂ€he der Halle und spielen „goldenes Kalb“. Unser goldenes Kalb sind dabei simple Bierdeckel, von denen in der SchĂŒtzenhalle genĂŒgend zu finden sind. Die Kinder tanzen alle darum herum: Bierdeckel in Minispielen gewinnen, Bierdeckel sammeln, Bierdeckel jagen, verteidigen, sichern
Schnell geht die Anzahl an umgesetzten Bierdeckeln in den höheren dreistelligen Bereich, und nach einiger Zeit ist eine Siegergruppe ermittelbar.
Zum Mittagessen wird gegrillt, und wie sich das beim Grillen gehört dann auch draußen gegessen. An der Essensausgabe sieht man heute nicht nur die mittlerweile bekannten Leiter-Gesichter, sondern auch ein paar neue: Konstantin, Jona, Luisa, Flo und Maxi, allesamt schon oft im Lager dabei gewesen, werden uns das Wochenende ĂŒber unterstĂŒtzen.
In Anschluss an das Mittagessen wird dann das ausgesprochen, was sich alle Kinder schon lange denken: Am heutigen Abend ist Casinoabend! Eine lange Tradition steht hinter diesem Event, und es ist mit Sicherheit einer der Höhepunkte im Ferienlager.
Der gesamte Nachmittag dient daher der Vorbereitung. Die Kinder werden von uns in kleinen Workshops geparkt: Angeboten werden Staudammbau, Feuermachen, Tischtennis und Sporteln. So kann in der Halle parallel alles vorbereitet werden und die Kinder bleiben in der NĂ€he, um zeitgleich zu duschen. Alle sind irgendwie geschĂ€ftig, ein Brummen liegt in der Luft. Denn sich frisch und schick zu machen ist fĂŒr die meisten Kinder kein Problem. Aber es ist eine alte Tradition, dass man als PĂ€rchen ins Casino geht. Und das wiederum setzt viele Kinder etwas unter Druck und fĂŒhrt zu einer etwas aufgekratzten Stimmung. Deshalb ist es auch in diesem Jahr erlaubt in allen denkbaren Kombinationen von MĂ€nnlein/Weiblein zu erscheinen, auch in Gruppen, so dass dann am Ende keiner alleine gehen muss.
Um 19:00 Uhr geht es dann endlich los. Der Vorbereitungsstress hat sich gelohnt: Gegessen wird heute in der Halle an festlich hergerichteten Tischen, ein riesiges Buffet ist aufgetischt. Alle erscheinen möglichst schick, und zur Feier des Tages dĂŒrfen die Kinder heute sogar allein und ohne Aufsicht am Tisch sitzen, wĂ€hrend die Leiter an einer eigenen Tafel dinieren. Nach dem sich alle die BĂ€uche vollgeschlagen haben und alle einmal vor der Kamera standen kann es mit dem Zocken losgehen.
Der Casinobesitzer lĂ€dt uns alle in seine Spielhölle ein, die im Souterrain liegt. Die Security gleicht die Namen in der Schlange mit der GĂ€steliste ab, jedes Paar bekommt das gleiche Startkapital in Form bunter Spielchips. Und dann klackert das Roulette los, der Black Jack-Tisch hat viel zu tun, manche zieht es zum WĂŒrfeln. Schnell fallen viele Kinder in einen regelrechten Spielrausch, zum GlĂŒck geht es nicht um bares Geld. Wer eine Pause braucht kann sich an der Bar erfrischen, es wird edler Wein (Traubenschorle), prickelnder Sekt (Mineralwasser) und sĂŒndhaft teurer Whiskey (Eistee) angeboten.
Nach einiger Zeit haben die ersten ihr Kapital vervielfacht, wĂ€hrend andere alles verloren haben. Es wird höchste Zeit fĂŒr die Aftershowparty. Und die rockt heute richtig. Knicklichter, eine eigens fĂŒr den Anlass erstellten Songwunsch-Liste und die extra Runde Schachtanz heben die Stimmung enorm.
Heute geht es daher etwas spÀter als gewöhnlich ins Bett. Doch das ist in Ordnung, denn morgen ist ausschlafen, brunchen und entspanntes Vormittagsprogramm angesagt.

Freitag, 17. August 2018

“Guten Morgen, guten Morgen, guten Morgen Sonnenschein” hieß es wie jeden Morgen in unserer SchĂŒtzenhalle. Leider konnte unser Weck-Lied nicht der aktuellen Wettersituation gerecht werden, aber das macht gar nichts, denn im Pipholymp ist immer gute Stimmung!
Nach dem ausgiebigen FrĂŒhstĂŒck und einer kurzen Verdauungspause ging auch schon der erste Programmpunkt los. Die tapferen Athleten erklimmten den Götterberg auf dem sich unsere Sportarena befindet. Hier konnten sie ihren Vormittag bunt gestalten. Ob “Wo ist mein Huhn?”, Fußball, Frisbee oder auch ein Kartenspiel. Jeder kam also auf seine Kosten, doch leider wurden wir von einem Gewitter gestört, aber fĂŒr jedes Problem gibt es eine Lösung. In diesem Fall war es ein Sonnentanz, der ĂŒberraschender Weise uns die Sonne zurĂŒck brachte. Ob Zeus wohl seine Finger im Spiel hatte?
Im Anschluss an so ein Sportspektakel muss natĂŒrlich noch eine KrĂ€ftigung her. Heute stand Krustenbraten mit KartoffelpĂŒree und GemĂŒse auf der Speisetafel.
Gut genĂ€hrt ging es dann nach der Mittagspause mit dem Kamelspiel weiter. Hierbei mĂŒssen die Teams kurz gesagt Kamele sammeln und die “Wasserholer” - Überraschung - Wasser fĂŒr die Kamele auftreiben.
Auch die Leiter trieben dann irgendwann Wasser fĂŒr die durstigen Kinder auf. SpĂ€ter sogar ein ganzes Abendessen.
Zum Abschluss des Abends wurde dann noch mal jedes Kind gefordert. Es war Zeit fĂŒr “Schlag den Leiter” in dem jedes Kind mindestens einmal gegen einen Leiter antreten musste. Das Können von Kinder und Leitern wurde in Disziplinen wie Kartenhaus bauen, mit zusammengebunden Beinen einen Parcour beschreiten, Montags Maler oder Dart auf die Probe gestellt. Nach einem Kopf an Kopf rennen mussten sich letztendlich aber die Kinder geschlagen geben.

Donnerstag, 16. August 2018

Über den Zeitraum eines Sommerlagers sommerliches Wetter zu haben ist nicht nur nett, sondern geradezu essentiell. FĂŒr die Stimmung, die vielen Spiele außerhalb der Halle, die richtige UrlaubsbrĂ€une und vor allem um mit den Kindern einen waschechten Badeausflug zu veranstalten.
Da das Wetter im Sauerland leider auch im August oft eher frĂŒhherbstlich als spĂ€tsommerlich ist, haben wir heute die Gelegenheit ergriffen: Schon vor dem Wecken blauer Himmel, die strahlende Sonne wĂ€rmt die kalte Morgenluft schnell auf. Die Wetterapp hat also nicht gelogen. Und das ist auch gut so, denn die Kinder haben gestern schon einen Spartag einlegen mĂŒssen, um heute mindestens vier Euro fĂŒr Eis und SĂŒĂŸigkeiten zur VerfĂŒgung zu haben. Außerdem ist die Pipho-Jugend schon bei der Regionalverkehr Ruhr-Lippe GmbH und beim Freibad Meschede mit 68 Personen angemeldet, um einen Reibungslosen Ablauf der Aktion zu garantieren. Es kann also nichts mehr schiefgehen.
Und tatsĂ€chlich lĂ€uft alles nach Plan. FĂŒr einen entspannteren Ablauf teilen wir die Kinder und Leiter in zwei Gruppen, denn der Linienbus, der uns zum Ziel bringt, hat nur begrenzt Platz. Der Weg lohnt sich auf jeden Fall, das Freibad erfĂŒllt alle Ferienlager-AnsprĂŒche in vollem Maße: Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken, Einer, Dreier, FĂŒnfer, Wasserrutsche, Liegewiese mit viel Schatten und Picknicktisch, Pommesbude, Volleyballfeld
nichts fehlt. Hier lĂ€sst es sich gut aushalten. Nach einer ausgiebigen Runde planschen wird das Grinsen der Kinder noch breiter. Denn zum Mittagessen spendieren wir den Kindern eine Portion Pommes mit einer Sauce ihrer Wahl, die Bude verzeichnet Umsatzrekorde, und dementsprechend geizt das Personal auch nicht mit Mayo. Die Mittagspause und die obligatorischen 30 Minuten Schwimmverbot vertreiben sich die Kinder mit Volleyball, Wikingerschach und rumgammeln (neudeutsch: „chillen“). Danach wird nochmal ausgiebig durch die Becken getobt. Und dann ist der Tag im Schwimmbad auch schon fast vorbei. Alle Kinder zusammengesucht, noch schnell die Gelegenheit zum Duschen genutzt, und dann geht es fĂŒr die erste Gruppe auch schon wieder Richtung Bus.
Der Ausflug zum Freibad hat sich auf jeden Fall gelohnt. Schon auf der RĂŒckfahrt wird klar, dass die Kombination aus viel Sonne, anstrengendem Geplansche und fettiger Schwimmbadpommes sehr an den Kraftreserven der Kinder gezehrt hat. Da das Programm in den nĂ€chsten Tagen anstrengend bleibt und wir die Kinder am nĂ€chsten Tag noch irgendwie aus dem Bett bekommen wollen (möglichst ohne den Einsatz von Wasserpistolen) schieben wir als Abendprogramm einen Film ein. „Asterix und Obelix bei den Olympischen Spielen“ –als Spielfilm- passt hervorragend zum Motto, und wer den Tag nicht anstrengend genug fand lacht sich jetzt kaputt.
Danach schlafen die Kinder im Stehen ein. Der AvD hat heute also sehr leichtes Spiel die Kinder ruhig zu bekommen, und morgen ist garantiert auch zum ersten Mal keiner vor den Leitern wach.

Mittwoch, 15. August 2018

Der Morgen hat fĂŒr uns definitiv positiv begonnen: Zum allerersten Mal in diesem Ferienlager wurden wir von Sonnenschein geweckt. Um das gute Wetter in vollen ZĂŒgen auszukosten, sind wir also mit den Kindern auf den nagelneuen Kunstrasenplatz gegangen. Dort eingefunden werden die Kinder in Teams eingeteilt, denn wir spielen unseren Klassiker „Capture the Flag“, oder auch liebevoll „Ketchup the Flag“ genannt. Einmal fĂŒr Sie zum Nachvollziehen die Spielregeln in Kurzfassung: Jedes Team hat eine Flagge, die es verteidigen muss. Die Verteidiger haben jeweils einen Ball, den sie dazu verwenden dĂŒrfen, Angreifer von anderen Teams abzuwerfen. Die Angreifer versuchen die Flaggen der anderen Teams zu stehlen und in die eigene Basis zu bringen, mĂŒssen sie allerdings fallen lassen, sobald sie von einem Ball getroffen werden. SelbstverstĂ€ndlich tauschen die Kinder ihre Rollen regelmĂ€ĂŸig, damit jedes Kind mal rennen und werfen muss. Nachdem in einer letzten Runde auch ein paar der Leiter in einem „unfairen Leiterteam“ auf ihre Kosten kommen dĂŒrfen, kehren wir gemeinsam zurĂŒck zur Halle.
Hier gibt es schließlich Mittagessen: Nudeln mit Gulasch und zum Nachtisch eine frische Wassermelone. Nun haben die Kinder noch etwas Freizeit, um am Bach neben der SchĂŒtzenhalle einen Staudamm zu bauen oder andere angebotene FreizeitaktivitĂ€ten auszunutzen.
Unser nĂ€chster Programmpunkt ist bei den Kindern besonders beliebt. Was ist des MĂŒllers Lust? Richtig, das Wandern! In Zweierreihen und mit Wasserflaschen ausgerĂŒstet haben die Kinder die Wahl zwischen einer etwas schwierigeren und einer etwas leichteren Route. Entgegen unserer Erwartung sind die zwei Gruppen tatsĂ€chlich etwa gleich groß, als wir uns auf den Weg machen. Bei einer kleinen Ruine treffen die Gruppen schließlich aufeinander, um dort eine Trinkpause zu machen und ein paar Kreisspiele zu spielen.
Nachdem alle Kinder heile in der Halle angekommen sind, haben die Kinder die Möglichkeit zu duschen, denn als nĂ€chstes steht unsere allererste Pipho-Party dieses Jahr an! Das Tanzbein wird geschwungen und die Kinder haben die Möglichkeit sich noch mal so richtig auszupowern – falls nach diesem sportlichen Tag ĂŒberhaupt noch Energie ĂŒbrig ist. Zum Zeitpunkt dieses Tagesberichtes ist es 23:13 und tatsĂ€chlich hört man noch immer einzelne Kinderstimmen in der Halle, und das obwohl die meisten Leiter schon mehr oder weniger tot ins Bett gefallen sind
 Hoffentlich haben die Kinder morgen trotzdem noch genug Energie, um mit uns schwimmen zu gehen – wir werden sehen.

Dienstag, 14. August 2018

An diesem Morgen sind alle Kinder motiviert aufgestanden
 Ja, sie haben richtig gehört.
WĂ€hrend die Leiter noch gemĂŒtlich die letzten Minuten Schlaf voll auskosteten, schien bei den Kindern der Tag schon auf der Höhe zu sein. Na gut, vielleicht hat sie mehr der Hunger aus dem Bett gelockt, denn wer setzt sich nicht gerne an einen gedeckten Tisch voller leckerer Dinge, die der KĂŒchendienst schon in der FrĂŒh mit MĂŒhe vorbereitet hat...?
Nachdem alle hungrigen MĂ€uler gestopft waren, ging auch schon der erste Programmpunkt los:
Die Schnitzeljagd! Leider nicht bei bestem Wetter, dafĂŒr aber mit bester Laune. Hierbei haben wir die Kinder in „Schnitzel-“ und „JĂ€gergruppen“ aufgeteilt und wie könnte es anders sein, jagen die JĂ€ger die Schnitzel. Ist ja schließlich eine Schnitzeljagd!
Es wurden nun mit zeitlichem Vorsprung RÀtsel von den Schnitzeln im Dorf verteilt, die auf ihren Standort Hinweise geben. Ein Lauf gegen die Zeit hat begonnen und einige Schnitzel konnten tatsÀchlich eingefangen werden.
Zu Mittag gab es leider kein Schnitzel, (Wir brauchen die Kinder ja noch und sie sicherlich auch im Anschluss) stattdessen leckeren Reis mit Curry, sowie als Nachspeise einen deliziösen Vanille-Schokopudding.
Nach einer entspannten Mittagspause haben wir uns schon wieder zusammengefunden. Nachdem bei den vergangenen Spielen paniert, frittiert und sogar frisch Köpfe rasiert wurden, war es dann auch mal an der Zeit fĂŒr ein Spiel passend zum Motto. Wir befinden uns ja schließlich im Pipholymp!
Unteranderem wurden die mutigen Teilnehmer in den Disziplinen Speerwurf, Ringen und Sprinten erfolgreich getestet. Es wurde gekĂ€mpft, angefeuert, gesiegt und neben konzentrierten GesichtsausdrĂŒcken konnte man auch viele lĂ€chelnde Athleten erkennen.
Da jedoch ein Tag mit so viel Spannung schnell vorbeigeht, war es schon Zeit fĂŒrs Abendbrot.
Die Reste vom Mittag, sowie frisches GemĂŒse und eine breite Auswahl an Aufschnitt haben unsere neuen Topathleten wieder in Form gebracht, denn auch am Abend ging es voller Spannung weiter.
„Mein Leiter kann“ stand an und anders als die letzten Jahre, wurden die Kindergruppen aktiv mit einbezogen, denn auch der weiseste und beste Leiter kann nicht alles können. Am Ende hat das Team rund um den frisch frisierten Neuleiter Gabriel, nach einem epischen „Krabbencatchen“-Finale gewonnen! Herzlichen GlĂŒckwunsch nochmal an dieser Stelle.
Damit war der dritte Tag im Pipholymp geschafft und nicht nur alle Kinder bereit fĂŒrs Bett.

Montag, 13. August 2018

Nach einer langen, ersten Nacht fĂŒr sowohl Leiter als auch Kinder, wurden wir heute Morgen leider von starken Regenschauern ĂŒberrascht. Daher mĂŒssen wir unser Programm, das wir im Voraus ĂŒberlegt haben, spontan umschmeißen und ein Alternativ-Drinnen-Programm einlegen. Statt Dorf erkunden gibt es nun also: Reiseabenteuervorbereitung! Dieses zehnsilbige Wort klingt ziemlich kompliziert, doch keine Sorge: Manfred Reiselust und Ferdinand GipfelstĂŒrmer (aka. Marius und Levin) von der „Abenteuerreisen GmbH Co.KG“ klĂ€ren auf. Damit unsere Kinder sowohl die ĂŒbrigen Tage des Ferienlagers, als auch weitere Reisen gut ĂŒberstehen, legen wir mit den Kindern ein paar Übungsstunden ein. Diese reichen von Strategien fĂŒr die besten Wege, um durch den Zoll zu kommen, bis zu dem Erlernen der perfekten Tanzmoves am Urlaubsziel.
Nach dem erfolgreichen Abschluss der Reiseabenteuervorbereitung haben sich die Kinder ein das Mittagessen verdient. Es gibt Spaghetti „Bollo“ ĂĄ la Barbara und fĂŒr die Vegetarier eine fleischfreie Soßenalternative. Im Anschluss an das Mittagessen folgt wie jeden Tag eine lĂ€ngere Mittagspause, in der wir kein festes Programm machen. Es öffnen die Pforten unserer Lagerbank und des Lagerkiosks, wo die Kinder sich fĂŒr ihr Taschengeld SĂŒĂŸigkeiten kaufen können. Außerdem haben wir dieses Jahr zum ersten Mal fĂŒr die Kinder eine Hörspielecke eingerichtet, in der sie sich mit ihrem Schlafsack zurĂŒckziehen und ein paar HörbĂŒcher – von den drei Fragezeichen bis zu griechischen Sagen, passend zum Motto – genießen können. Zugegeben, die Leiter und manch ein Kind haben diese Hörspielecke wohl eher fĂŒr einen kurzen Mittagsschlaf genutzt. So oder so hat sich die Hörspielecke jetzt schon profiliert.
Nach der Mittagspause sind die Regenschauer auch weitestgehend an uns vorbeigezogen – denken wir zumindest, womit wir zum nĂ€chsten Programmpunkt des heutigen Tages kommen: Der „Stadt“rallye, die wir voller Hoffnung auf trockenes Wetter einfach auf den Nachmittag verschoben habe. ZunĂ€chst geht das ganze gut und die Kinder machen sich in sechs Gruppen frohen Mutes auf den Weg, um unseren kleinen Ort zu erkunden und auf dem Weg ein paar Leiter in KostĂŒmen zu begegnen. Doch dann spielt uns Zeuss einen Streich und es fĂ€ngt natĂŒrlich wieder an zu gewittern – ja, wir hatten an diesem einem Tag mehr Regen als in MĂŒnster in den vergangenen zwei Monaten.
GlĂŒcklicherweise schaffen es alle (bis auf ein paar unglĂŒckliche Kinder) trocken in die Halle. Nachdem auch die letzten Schuhe ausgeleert und Regenjacken aufgehĂ€ngt sind, dĂŒrfen die Kinder in Kleingruppen unter die Dusche springen. Nein, nicht draußen im Regen, natĂŒrlich haben wir in der Halle selbst auch ausreichend Warmwasser-Duschgelegenheiten. In frischen Klamotten kann, wer sich vor dem Gewitter fĂŒrchtet oder gerade einfach Lust auf ein bisschen Ruhe hat, sich wieder in der Hörspielecke zurĂŒckziehen bis es Abendessen gibt. Andere nutzen die Zeit, um Tischtennis zu spielen oder sich auf das nĂ€chste Programm vorzubereiten.
Wie nach dem FrĂŒhstĂŒck bereits angekĂŒndigt, lautet dieses nĂ€mlich: „Wetten, dass..?!“. Die Kinder haben die Möglichkeit Wetten aufzugeben, zum Beispiel wie „Ich kann mehr HauptstĂ€dte nennen, als ein Leiter“ oder „Ich schaffe es, 80 Mal den Ball mit dem Fuß hochzuhalten“. HĂ€tten wir einen Wettkönig vergeben, wĂ€re dieser wohl an Lilly und Luise gegangen, die einen Staffellauf auf HĂ€nden gegen Emil und Jannis veranstalten haben. Die beiden haben mit beeindruckendem Abstand gewonnen, weshalb „Dieter Bohlen“ (aka. Gabriel) seinen Wetteinsatz einlösen musste: Seine Haare! Dieser trĂ€gt nun also seine Haare etwas kĂŒrzer, aber wir können Sie beruhigen: Solche Aktionen bleiben unter Leitern und außerdem steht ihm die neue Frisur hervorragend.

Sonntag, 12. August 2018

Wir sitzen im Bus. Die Sonne scheint, die Autobahn ist frei, die 50 Kinder sind gut drauf, aber erstaunlich diszipliniert. Sie haben jetzt zwölf erlebnisreiche Tage vor sich, zwar ohne Eltern, dafĂŒr aber mit Freunden, viel bunten Programm und ein klein bisschen Abenteuer.
Die Leiter sind gedanklich schon seit Januar im Ferienlager. Seit dem war das Team am ĂŒberlegen, planen, besprechen, abklĂ€ren und machen. Das gesamte Lager wird von vorne bis hinten durchorganisiert und vorbereitet, angefangen bei der Packliste bis hin zum Lagernachtreffen. Das dauert, und ist mitunter etwas nervenaufreibend. Und deshalb macht es einfach Spaß dann mit einem Haufen an motivierten Kindern los zufahren um alle PlĂ€ne in die Tat umzusetzen.
Und das passiert auch in diesem Jahr wieder im Sauerland. Genauer: In dem kleinen Dörfchen Ostwig bei Bestwig. Nein, keinen dieser Orte muss man kennen. Aber vielleicht hat man ein typisches Sauerland-Dorf vor Augen: Schierfergedeckte FachwerkhĂ€uschen an einer langen Dorfstraße, eine Kirche, ein BĂ€cker, drum herum grĂŒne HĂŒgel, die eingefleischte FlachlĂ€nder auch als Berge bezeichnen könnten. So oder Ă€hnlich ist auch Ostwig. Und wie jedes Dorf im Sauerland, das mehr als 200 Einwohner hat, hat auch Ostwig eine SchĂŒtzenhalle: Unser Zuhause fĂŒr die nĂ€chsten zwei Wochen.
Hier nimmt uns der Vortrupp in Empfang. Die sechs Leiter hatten am Samstag den Material-LKW ins Sauerland begleitet, um die Halle vorzubereiten, die Jungs- und MĂ€dchenschlafsĂ€le abzutrennen, und vor allem unserem Motto entsprechend zu dekorieren. Und so hĂ€ngt jetzt zum Beispiel ein Amor von der Decke, ein griechischer Tempel bildet den Eingang zum Leiterbereich, eine antike Galeere schwimmt hinter der BĂŒhne. Willkommen in Ostwig, willkommen im Pipholymp, 2018 vor Christus!
Von all diesen EindrĂŒcken scheinen die Kinder etwas ĂŒberfordert zu sein, denn ohne viel Gewusel können wir die umfangreichen Lagerregeln erklĂ€ren und die Kinder in den Schlafsaal schicken, um ein nettes PlĂ€tzchen fĂŒr sich und die Luftmatratze zu finden.
Was folgt ist Tradition: Kennenlernspiele, um eine Flut an neuen Gesichtern halbwegs mit Namen verbinden zu können. Als erste gemeinsame Mahlzeit grillen und draußen essen. An dieser Stelle ein Dankeschön an die Eltern fĂŒr die vielen Beilagen, Saucen und Kuchen! Anschließend ein paar Runden Renn- und Ballspielklassiker auf dem Vorplatz der Halle, damit die Kinder wenigstens minimal mĂŒde ins Bett geschickt werden können und hoffentlich schnell ruhig werden.
Was natĂŒrlich nicht richtig funktioniert. Am ersten Tag gibt es fĂŒr den AvD (die Abendbetreuer vom Dienst) erfahrungsgemĂ€ĂŸ am meisten zu tun. Noch haben die Kinder genug Power um mehr oder weniger lange wach zu bleiben. ErfahrungsgemĂ€ĂŸ wird sich das in den nĂ€chsten Tagen aber auch schnell Ă€ndern